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Vertrauen zwischen Reiter und Pferd

Münster vom 17. Februar 2003

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Münster · Völliges Vertrauen zwischen Reiter und Pferd - wie das aussehen kann, zeigten am Samstag in der Arena des Westfälischen Pferdemuseums im Allwetterzoo die Showreiterin Natalie Meyer und der Westerntrainer Erich Busch.

Natalie Meyer stellte den Zuschauern die klassisch-iberische Reitweise auf ihrem Schimmelpony Betty vor. Sie zeigte mit ihrer kleinen Stute klassische Dressurlektionen wie Seitengänge und Galoppwechsel. Dass die Lenkung ihres Ponys auch ohne Zaumzeug und Zügel funktioniert, demonstrierte Meyer eindrucksvoll. Nur mit einem Halsring ritt sie die gleichen Lektionen wie zuvor.

Besonders begeisterte die Showreiterin mit den zirzensischen Lektionen, die sie ihrem Vierbeiner beigebracht hatte. Das Pony machte artig einen Diener vor dem Publikum oder stellte die vier Beine so dicht zusammen, dass es auf einer Zeitungsseite Platz gefunden hätte. Betty legte sich außerdem auch auf Kommando hin und zeigte den spanischen Schritt.

Erich Busch hatte seine schwarze Araberstute Wudije mitgebracht. Er führte zunächst an der Hand vor, wie Menschen und Pferde miteinander kommunizieren können. "Mit meiner Körpersprache kann ich jedem Pferd vermitteln, was ich von ihm will", so Busch. Ähnlich wie der berühmte Pferdeflüsterer Monty Roberts scheuchte er das Pferd erst von sich weg. Das war dem Tier unangenehm und es suchte irgendwann die Nähe des Mannes in der Mitte. "Jetzt will Wudije sich auf mich einlassen" erklärte Busch den Zuschauern, "nun lasse ich sie in Ruhe." Danach ließ sich die Stute von Busch willig alles gefallen.

Mit einer Longe wurde das Tier eingewickelt. "Sie hat gelernt zu warten, bis ich wieder den Druck wegnehme", so Busch. Auch unter dem Sattel stellte der Trainer die Westernreiterei vor. Mit fast unsichtbaren Hilfen lenkte er seine Stute ruhig durch die Arena. "Ich möchte zeigen, dass diese Sparte der Reiterei nicht nur aus spektakulären Stopps oder der Arbeit mit Rindern besteht".